Der Umsatz an der Schweizer Börse SIX und der Derivate-Börse Scoach ist im Vergleich zum Vorjahr um 23,1 Prozent auf 892,6 Milliarden Franken gesunken.

Stark rückläufig war auch die Zahl der Handelsabschlüsse. Mit 31,5 Millionen lag diese 21,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Bereits 2011 hatte die Börse - allerdings bei einer noch gestiegenen Zahl von Abschlüssen - ein Umsatzminus in Kauf nehmen müssen.

Im wichtigsten Handelssegment, den Aktien, ging der Umsatz 2012 um 28,2 Prozent auf 597,5 Milliarden Franken zurück, wie die SIX Group mitteilte. Die Zahl der Abschlüsse im Aktienhandel sank um 21,1 Prozent.

Regerer Handel mit Franken-Anleihen

Rückläufige Umsätze wurden an der Schweizer Börse SIX auch im Handel mit börsenkotierten Indexfonds (ETF) und im kleinsten Handelssegment, jenem mit internationalen Obligationen, verzeichnet. Die Transaktionsaktivitäten mit ETFs lagen dabei erstmals in der Geschichte der Börse unter dem Vorjahreswert. Der entsprechende Umsatz lag mit 76,0 Milliarden Franken 25,4 Prozent tiefer als 2011.

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Gestiegen ist dagegen der Umsatz mit dem Handel von Anleihen in Schweizer Franken, und zwar um 7 Prozent auf 185,3 Milliarden Franken. Im ähnlichen Ausmass hat auch die Zahl der Handelsabschlüsse mit Franken-Obligationen zugenommen, wogegen die Zahl neu kotierter Anleihen um rund 10 Prozent zurückging.

Katz verweist auf regulatorische Anforderungen

Der Umsatz mit strukturierten Produkten an der Scoach ging um 38,4 Prozent auf 31,9 Milliarden Franken zurück. 2011 war der Umsatz mit strukturierten Produkten noch auf ein Rekordhoch geklettert.

Börsenchef Christian Katz wurde in der Medienmitteilung der SIX dahingehend zitiert, dass der Umsatzrückgang nicht nur auf die Unsicherheit bei den Investoren zurückzuführen sei, sondern auch neue regulatorische Anforderungen die Aktivitäten der Banken und Effektenhändler stark gebremst hätten.

(tno/sda)