Die Kurve zeigt nach unten: Die Swisslog-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 einen um 6,5 Prozent tieferen Umsatz von 574,8 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebit sank um 4,5 Prozent auf 19,2 Millionen. Die  Marge blieb stabil bei 3,3 Prozent. Der Reingewinn schliesslich wird mit 11,7 Millionen Franken ausgewiesen - ein Minus von 14 Prozent.

Mit den vorgelegten Zahlen liegt Swisslog leicht über den Erwartungen. Die Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 571,5 Millionen, einem Ebit von 18,8 Millionen und einem Reingewinn von 11,4 Millionen Franken gerechnet.

Verantwortliche dämpfen Erwartungen

Der Auftragseingang stieg um 14 Prozent auf 697,1 Millionen Franken. Zum Jahresende verfügte die Gruppe über einen Auftragsbestand von 519,6 Millionen Franken, was im Vergleich zum Vorjahreswert einem Plus von rund 30 Prozent entspricht. Der hohe Auftragseingang 2011 sei unter anderem auf einen Grossauftrag mit aussergewöhnlichem Volumen zurückzuführen. Der Konzern versucht die Freude über die steigenden Auftragseingänge jedoch zu dämpfen. Der Grund: Nicht jedes Jahr könne die Firma solche Zahlen vorlegen.

Derweil schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären die Ausschüttung einer Dividende von 0,04 Franken vor. Im vergangenen Jahr wurden 0,03 Franken pro Titel ausbezahlt. Für das laufende Jahr 2012 erwartet Swisslog beim Auftragseingang eine Reduktion gegenüber dem Vorjahr, beim Umsatz jedoch eine Steigerung um 10 bis 15 Prozent sowie einen verbesserten operativen Gewinn auf der Stufe Ebit von 23 bis 26 Millionen Franken. Die Prognosen basieren auf den Wechselkursen per Ende 2011 und klammern die erwarteten Einmalkosten aus dem Programm «Score» aus. Swisslog sei gut positioniert und organisiert, um Geschäftschancen zu nutzen, gerade in Asien oder im Spitalmarkt, sagt CEO Remo Brunschwiler in der Mitteilung.

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(muv/chb/awp)