Der Umsatz der Migros im Detailhandel ist 2011 um 0,7 Prozent auf 21,045 Milliarden Franken gesunken. Das Sortiment wurde im Schnitt um 2,8 Prozent billiger. Angesichts dieser Minusteuerung habe die Migros ein reales Wachstum von 2,1 Prozent erzielt, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung.

Die zehn Genossenschaften als wichtigstes Standbein der Gruppe setzten 14,661 Milliarden. Franken um. Das sind 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Ketten Globus (-3,7 Prozent auf 788 Millionen Franken), Interio (-5,4 Prozent auf 243 Millionen Franken), Ex Libris (-12,0 Prozent auf 168 Millionen Franken) und LeShop.ch (-1,3 Prozent auf 149 Millionen Franken) erlitten Einbussen.

Handelskette Depot legt deutlich

Der Discounter Denner konnte den Umsatz auf 2,784 Milliarden Franken praktisch unverändert halten. Zulegen konnten der Computerhändler Office World (+20,0 Prozent auf 156 Millionen Franken), die Mineralölgesellschaft Migrol (+3,7 Prozent auf 1,767 Milliarden Franken) und die Handelskette Depot (+21,4 Prozent auf 261 Millionen Franken).

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Bei den weiteren Sparten konnte die Eigenindustrie der Migros den Umsatz um 0,4 Prozent auf 5,338 Milliarden Franken erhöhen. Der Umsatz der Reisetochter Hotelplan schrumpfte dagegen um 6,6 Prozent auf 1,391 Milliarden Franken. Gründe dafür sind unter anderem negative Währungseinflüssen und der «arabische Frühling».

Detailiertes Ergebnis am Dienstag

Die Migros Bank habe erneut ein sehr erfreuliches Ergebnis erzielt, hiess es. Sowohl das Hypothekarvolumen als auch der Bestand an Kundengeldern konnten deutlich gesteigert werden. Das detaillierte Jahresergebnis wird am Dienstag vorgelegt.

Der totale Ertrag der Migros-Gruppe verringerte sich 2011 um 0,9 Prozent auf 24,815 Milliarden Franken. Den Gewinn will der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) am 28. März an der Bilanz-Medienkonferenz präsentieren.

(vst/laf/tno/sda)