Infineon Technologies hat nach einer schwächer als erwarteten Geschäftsentwicklung seine Prognosen für das laufende Quartal gesenkt und sich verhalten zum kommenden vierten Quartal geäussert. Nachdem der Halbleiterhersteller erst Anfang Mai optimistischer geworden war und seine Jahresziele hochgeschraubt hatte, rechnet er nun für das dritte Geschäftsquartal «mit einem im Vergleich zum Vorquartal leicht rückläufigen Umsatz und einer Gesamtsegmentergebnis-Marge von rund 12 Prozent», wie Infineon am Dienstag in München mitteilte.

Etwas weniger als zwei Monate zuvor hatte der Konzern noch prognostiziert, dass Umsatz und Marge wie im vergangenen Quartal ausfallen dürften. Da waren die Erlöse auf 986 Millionen Euro gestiegen und die Marge hatte bei 14,6 Prozent gelegen.

Für das kommende vierte Geschäftsquartal erwartet Infineon nun, dass Umsatz und Gesamtergebnismarge gegenüber dem dritten Quartal in etwa konstant bleiben werden. Belastet wurde der Umsatz laut Infineon vor allem aufgrund der Unwägbarkeiten der Weltwirtschaftssituation. Das habe auch durch die Stärke des US-Dollar gegenüber dem Euro nicht ganz kompensiert werden können.

Vor allem das gesenkte Margenziel wurde am Markt bemängelt. Die Prognosesenkungen kämen zudem «vollkommen überraschend» und es sei zu befürchten, dass weitere folgen könnten, hiess es. Die Aktie büsste am Nachmittag knapp zehn Prozent ein.

(laf/awp)