Die US-Regierung wird vorübergehend keine Aufträge mehr an den Mineralölkonzern BP vergeben. Die US-Umweltbehörde EPA begründete den Schritt mit einem Vertrauensverlust, durch das Verhalten von BP im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Die Suspendierung werde solange aufrecht erhalten, bis sich der britische Ölkonzern wieder an die Vorgaben der Regierung halte. Bestehende Verträge sind davon jedoch nicht betroffen. BP ist einer der grössten Treibstoff-Lieferanten des US-Verteidigungsministeriums.

Die EPA war zur führenden Behörde im Zusammenhang mit Aussetzungen und Ausschlüssen im Rahmen der «Deepwater Horizon»-Untersuchung bestimmt worden. Mit diesem Verfahren soll eine einheitliche Linie der verschiedenen Regierungsorganisationen in solchen Fällen sicher gestellt werden.

Im Golf von Mexiko war im April 2010 die Förderplattform «Deepwater Horizon» explodiert und hatte eine riesige Umweltkatastrophe ausgelöst. Das Unglück kostete elf Menschen das Leben und verursachte Schäden in Milliardenhöhe. BP beschloss daraufhin, sich von Firmenwerten in Höhe von über 40 Milliarden US-Dollar zu trennen, um die Kosten begleichen zu können.

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Bis dato hat BP, etwa mit dem Verkauf von Öl- und Gasfeldern, rund 36 Milliarden Dollar erlöst.

(muv/awp)