Die Langlebigkeit bei modernen Produkten ist selten geworden. Wir verbrauchen Ressourcen, als ob wir nicht nur einen, sondern mehrere Planeten zur Verfügung hätten. Das führt auch zu Klimaproblemen, wie beispielsweise dem Treibhauseffekt. Die Folgen für die Umwelt, aber auch für die Wirtschaft sind absehbar: Die Kosten zur Behebung der angerichteten Schäden steigen ins Unermessliche.

Wertstoffe im Zentrum

Wir alle haben es in der Hand und können mithelfen, etwas gegen diesen enormen Verschleiss zu tun. Denn wie Umweltexperte Paul W. Gilgen von der Empa definiert, ist «Ökonomie ohne Ökologie verantwortungslos, Ökologie ohne Ökonomie naiv». Für die Igora-Genossenschaft für Aluminium-Recycling heisst das Kreislaufwirtschaft und das Hand-in-Hand-Arbeiten mit der Natur und der Wirtschaft. In der Kreislaufwirtschaft steht die Wiederverwendung und -verwertung von Wertstoffen im Zentrum. Materialien werden demnach nicht nur ein einziges Mal, sondern immer wieder von neuem genutzt. Damit verkleinert sich die Menge der neu benötigten Materialien. Das gibt später auch weniger Abfall, was nicht nur die Umwelt schont, sondern auch viel günstiger ist.

Damit diese Rechnung aber aufgeht, ist eines entscheidend: Die eingesetzten Materialien müssen kreislauftauglich sein, keinen neuen Abfall produzieren und dürfen durch das Recycling keine wesentliche Qualitätseinbusse erleiden. Ein Paradebeispiel für kreislauftaugliches und zugleich nachhaltiges Material ist Aluminium.

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Gut ausgebaute Infrastruktur

Gebrauchte Getränkedosen, Tiernahrungsschalen, Tuben und Kaffeekapseln aus Alu sammeln, stellt einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft dar. Das gesammelte Aluminium wird eingeschmolzen und wieder und wieder für die Herstellung von neuen Produkten verwendet. Das ist perfekte Kreislaufwirtschaft wie aus dem Bilderbuch. «Mit Aluverpackungen kaufen wir perfekt geschützte Nahrungsmittel, deren Verpackung nach Gebrauch durch Recycling zur Schonung unserer Umwelt und unserer Ressourcen beitragen», erklärt Paul W. Gilgen.

Was für den Einzelnen einfach ein kurzer Ausflug zur Sammelstelle ist, wird dank einer kollektiven Handlungsweise zum glänzenden Gesamtresultat. Die Sammelquoten in der Schweiz sind schon heute sehr hoch. Dieses Ergebnis wird durch Igora tagtäglich ermöglicht: Mit einer gut ausgebauten Sammelinfrastruktur und regelmässigen Informationen.

In der 20-jährigen Geschichte der Igora hat sich der Umgang mit Gebrauchtem immer wieder verändert. Doch was kommt in Zukunft auf uns zu? Wird der Konsument 2020 gänzlich anderen Empfehlungen für das Recycling folgen müssen? Paul W. Gilgen ist überzeugt, dass wir unser bisheriges Verhalten kaum werden umstellen müssen. Er wagt diese Prognose aufgrund ökologisch-ökonomischer Gegebenheiten. Metall, Glas, Kunststoff, Papier und Karton separat in verschiedenen Containern zu entsorgen, wird auch in einigen Jahren angesagt sein. Denn würden diese Materialien alle im gleichen Behälter gesammelt, müssten sie anschliessend mit Hightech-Geräten in aufwendigen technischen Verfahren materialspezifisch nachsortiert werden. Eine deutlich teurere Lösung als die heutige.

Verwertbare Produkte

Was sich hingegen verändern wird, sind die Verpackungen. Sie werden künftig immer häufiger aus recyclingfähigen Materialien produziert werden. Verpackungen, deren Aufarbeitung zu wieder verwendbaren und verwertbaren Produkten mit minimalen Kosten sowie mit Ressourcenschonung erfolgen kann. Unter solch umwelt- und wirtschaftsverträglichen Lösungen wird die Aluverpackung weiterhin prominent vertreten sein.