Coop erhöht die Lohnsumme seiner Angestellten für das Jahr 2014 um 1 Prozent. Die Erhöhung stehe für Lohnerhöhungen der Mitarbeitenden im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und im Einzelarbeitsvertrag zur Verfügung, teilte der Detailhändler mit.

Mindestens zwei Drittel der GAV-Mitarbeitenden erhielten so eine Lohnerhöhung und kämen in den Genuss der Lohnrunde 2014, heisst es in der Mitteilung weiter. Positiv auf die Löhne wirkten sich zudem 1 Prozent mehr Verzinsung der Pensionskassenguthaben und tiefere Versicherungsprämien bei Krankentaggeld und Nichtbetriebsunfall aus.

Laut Coop wurde die Lohnrunde mit dem Kaufmännischen Verband Schweiz, der SYNA/OCST (Organizzazione Cristiano-Sociale Ticinese) und dem Verein der Angestellten Coop (VdAC) vereinbart.

Verhandlungsresultat nicht akzeptabel

Das Resultat der Lohnverhandlungen jedoch nicht ratifiziert haben die Delegierten der Gewerkschaft Unia, wie diese mitteilte. Coop habe 2012 einen Gewinn von 452 Millionen Franken erzielt, und auch Umsatz und Eigenkapital seien gestiegen. Das sei massgeblich dem Einsatz der Mitarbeitenden zu verdanken, hält die Unia in einem Communiqué fest. Trotz erfreulichem Geschäftsgang verweigere Coop aber allen Beteiligten einen Anteil am Erfolg und sei einzig zu individuellen Lohnerhöhungen bereit.

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Dies bedeute, dass viele Coop-Mitarbeitende für 2014 leer ausgehen würden und gar keine Lohnerhöhung erhielten. Für die Unia sei dies als Verhandlungsresultat nicht akzeptabel.

Neu ausgehandelt und um vier Jahre verlängert haben Coop und die Sozialpartner – einschliesslich der Unia – derweil den GAV. Dem von 2014 bis 2017 geltenden Vertrag sind laut Coop 37'000 Mitarbeitende aus allen Landesteilen unterstellt.

(sda/vst/aho)