Nach den Lohndumping-Vorwürfen der Gewerkschaft Unia ist unklar, wie es beim Bau des höchsten Gebäude der Schweiz weitergeht. Nach Angaben der Unia haben die betroffenen Fassadenbauer die Arbeit niedergelegt. Laut Roche gehen die Arbeiten aber weiter.

Die rund 30 Fassadenbauer, die beim Bau des Roche-Turms für ein Subunternehmen im Einsatz stehen, sollen bisher um über eine Million Franken geprellt worden sein, teilte die Unia am Dienstag mit. Ihre Arbeit wollen sie fortsetzen, sobald die ihnen zustehenden Löhne garantiert sind, wie ein Unia-Vertreter zur sda sagte.

Roche will die Fakten prüfen

Die Gewerkschaft wirft dem Pharmakonzern Roche vor, statt entschieden zu handeln auf Zeit zu spielen und sich hinter langwierigen Verfahren zu verstecken. Laut einer Sprecherin von Roche nimmt der Konzern die Lohndumping-Vorwürfe sehr ernst, überprüfe aber zunächst die Fakten.

Nach Angaben der Roche-Sprecherin haben die Fassadenbauer am Dienstag ihr Arbeit fortgeführt. Allerdings seien nicht alle an ihrem Arbeitsplatz erschienen. Insgesamt stehen auf der Baustelle für den 178 Meter hohen Büroturm derzeit rund 500 Arbeiter im Einsatz.

(sda/me)