Die Rezession in der Heimat und der scharfe Wettbewerb in Deutschland machen der grössten italienischen Bank Unicredit immer stärker zu schaffen. Unicredit schrieb im vierten Quartal hohe Verluste, die einen Grossteil des Jahresgewinns auffrassen.

Alleine für faule Kredite musste Unicredit 4,6 Milliarden Euro zurücklegen - fast so viel wie in den neun Monaten davor. Der Verlust im Schlussquartal fiel mit 553 Mio. Euro denn auch drei Mal so hoch aus wie von Branchenexperten geschätzt. Im Gesamtjahr blieben damit unter dem Strich lediglich 865 Millionen Euro übrig.

Konzernchef Federico Ghizzoni kündigte an, den Umbau des Unternehmens in mehreren Ländern voranzutreiben. Bei der deutschen Tochter Hypovereinsbank (HVB) sollen 800 Arbeitsplätze gestrichen werden, in Österreich weitere 200 Stellen bei der Bank Austria.

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Ins Geld ging für Unicredit im vergangenen Jahr auch der Rückzug aus Kasachstan. Wie bekannt wurde, ist die ATF Bank zu einem nicht genannten Preis an den Investor Galimschan Jessenow verkauft worden. Dies hat zu einer Belastung des Ergebnisses von 260 Millionen Euro geführt.

(tke/sda)