Der weltgrösste Musikkonzern Universal hat einen jahrelangen Rechtsstreit über die Beteiligung von Künstlern an der Online-Vermarktung von Songs mit einem Vergleich beigelegt. Betroffene Künstler sollen 11,5 Millionen Dollar zusätzlich erhalten.

Ausserdem werde die Beteiligung der Musiker am Online-Verkauf ihrer Songs als Downloads oder Klingeltöne künftig um zehn Prozent erhöht, teilte das Unternehmen mit

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Einige Musiker, darunter Chuck D von der Hip-Hop-Band Public Enemy, hatten Universal bereits 2011 wegen seiner Vergütungspraxis verklagt. Das Unternehmen stufte wie andere Musikkonzerne Musik-Downloads als «Verkäufe» ein, an deren Erlös die Künstler wie bei CDs oder Schallplatten in der Regel mit etwa 15 Prozent beteiligt sind.

Die Kläger argumentierten aber, bei der Online-Vermarktung werde kein materielles Produkt hergestellt. Daher handle es sich um Lizenzen, von denen die Künstler wie üblich die Hälfte bekommen müssten.

Universal beharrt auf Standpunkt

Im Zuge der Einigung mit den Beschwerdeführern gab Universal seine Position nicht auf: «Auch wenn wir sicher sind, dass wir angemessene Beteiligungen an den digitalen Downloads bezahlt und den Vertragsbedingungen entsprochen haben, sind wir froh, diese Angelegenheit einvernehmlich beizulegen und weitere Rechtsstreitkosten zu vermeiden», erklärte das Unternehmen.

Der Anwalt Len Simon sagte im Namen der Kläger, die Einigung sei «eine faire Beilegung dieses Streits». Vor Universal hatten schon die Musikkonzerne Warner Music und Sony Music ähnliche Einigungen mit den Musikern erzielt.

(sda/chb/ama)