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Universität St. Gallen prüft Erhöhung der Studiengebühren

HSG plant langfristig Erhöhung der Studiengebühren
Die HSG will sich mehr an der Finanzierungspraxis der amerikanischen Hochschulen orientieren. (Bild: Keystone)

Vor allem für die ausländischen Studierenden könnte es markant teurer werden: Die Universität St. Gallen plant langfristig die Studiengebühren zu erhöhen. Dadurch will sie bis 2025 ohne Steuergelder d

Von Laura Frommberg
2012-10-17

 

Die Schweizer Kaderschmiede plant langfristig die Abnabelung vom Staat. Sie prüft, wie sie bis 2025 ohne Steuergelder des Kantons auskommen könnte. Eine hochkarätig besetzte Arbeitsgruppe brütet derzeit an neuen Finanzierungsideen. Insbesondere deutlich höhere Studiengebühren und ein massiver Ausbau des Lehrstuhl-Sponsorings durch Unternehmen sind im Gespräch.

Offiziell dementiert die Hochschule die Recherchen: «Die Universität St. Gallen beurteilt ihr heutiges Finanzierungsmodell als optimal und will daran festhalten », sagt Sprecherin Annkathrin Heidenreich. Im kantonalen Bildungsdepartement aber geht man davon aus, dass sich die Uni um mehr private Gelder bemüht. «Es gibt natürlich Anstrengungen, den Anteil privater Finanzierung weiter zu erhöhen», sagt Rolf Bereuter vom St. Galler Amt für Hochschulen.

«Es lässt sich immer schwerer vermitteln, weshalb der Steuerzahler in St.Gallen das Studium von gut situierten Söhnen und Töchtern bezahlen soll. Insbesondere bei ausländischen Studierenden», sagen denn auch Insider aus der HSG. Deshalb werde auch diskutiert, von Ausländern höhere Gebühren zu verlangen als von Schweizern. An bekannten Hochschulen in den USA oder Australien sei das bereits gängige Praxis, so der Insider. Die dortigen Finanzierungskonzepte dienen der Arbeitsgruppe als Vorbilder.

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