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Kritik
Unmut bei Schweizer SAP-Kunden

Unmut bei Schweizer SAP-Kunden
SAP: Kunden werfen der Firma Missbrauch der Marktmacht vor. Keystone

Seit der Aufhebung des Franken-Mindestkurses herrscht bei Schweizer SAP-Kunden dicke Luft: Sie beschuldigen die Deutschen, auf überhöhten Preisen zu beharren.

Von David Vonplon
2015-02-11

Schweizer Unternehmen werfen dem Softwareriesen SAP vor, nach der Aufhebung des Mindestkurses seine Marktmacht auszuspielen und Preissenkungen zu verweigern. Laut Peter Hartmann, Sprecher der Interessengemeinschaft SAP Schweiz (IG SAP), bezahlen die meisten Firmen gegenwärtig für die Wartung der Software 20 Prozent mehr als ausländische Konkurrenten. Einigen SAP-Kunden würden gar Wartungskosten auf der Grundlage eines Euro-Umrechnungskurses von 1.60 Franken verrechnet. «Das entspricht einem Zuschlag von über 50 Prozent», erklärt Hartmann.
 
Er fordert nun, dass das Softwarehaus Währungsrabatte bei den Wartungsrechnungen gewährt. Andernfalls wolle man an die Behörden gelangen: «Lenkt SAP nicht ein, werden wir die Wettbewerbskommission einschalten», droht Hartmann. Auch ziehe man in Betracht, die Wartungsverträge mit dem Softwarelieferanten aufzukündigen. Laut einer Sprecherin will SAP Schweiz in den nächsten Wochen «gegebenenfalls» geeignete Massnahmen einleiten.

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