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Ermittlungen
Unregelmässigkeiten bei 40 Banken in China

Arbeiter vor Plakat von Pekin-Skyline: Unregelmässigkeiten bei Banken. Keystone

Bei 40 Geldhäusern in China sind Verstösse gegen Regularien gefunden worden, meldet die Zentralbank. Es geht dabei vor allem um staatliche Grossbanken.

Veröffentlicht am 01.08.2017

In China hat die Zentralbank einem Medienbericht zufolge bei 40 Finanzinstituten Unregelmässigkeiten bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit anderen Geldhäusern entdeckt. Das Finanzmagazin Caixin bezog sich in seinem Bericht vom Dienstag auf ein Dokument, in dem unter anderem staatliche Grossbanken wie China Construction Bank, Bank of China (BOC) und Agricultural Bank of China aufgelistet werden.

Die Institute haben dem Magazin zufolge nun drei bis sechs Monate Zeit, die Unregelmässigkeiten bei den Interbanken-Konten abzustellen und dürfen in dieser Zeit keine Geschäfte mehr darüber abwickeln.

Schwere Verstösse gegen Regularien

Laut dem Bericht wurden unter anderem der Bank von Nanjing sowie der BOC-Filiale in Shanghai schwere Verstösse gegen die Regularien vorgeworfen. Die Zentralbank PBOC hat Caixin zufolge bereits im September 2016 mit der Prüfung der Institute begonnen. Diese äusserte sich zunächst nicht dazu.

Die Aufsicht über das komplexe Finanzsystem Chinas ist relativ zersplittert. Auf Geheiss von Präsident Xi Jinping wurde jüngst eine neue Instanz unter Federführung der Notenbank geschaffen, die für eine bessere Zusammenarbeit der einzelnen Kontrollorgane sorgen soll. Wie zudem die regierende Kommunistischen Partei mitteilte, wird ein ehemaliges Führungsmitglied der Bankenaufsicht wegen Korruption angeklagt. Gegen ihn wurde bereits seit Mai ermittelt.

(reuters/me)

 

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