Vor wenigen Tagen fand im voll besetzten Kursaal in Bern der Berner Marketingtag statt. Referenten gaben interessierten Unternehmern Tipps, wie sie unter Druck erfolgreich agieren können. Dazu gehörten der OK-Präsident der Eishockey-WM 2009, Gian Gili, der Journalist Reto Brennwald, Polit-Rebell Jimy Hofer und die Botox-Spezialisten Dan Iselin und Philippe Snozzi. «Ich spiele gegen meine Angstgegner sehr aggressiv», sagt Monika Seps. Die 22-jährige Schachspielerin wurde mit ihrer Taktik bereits mehrfache Schweizer Meisterin. «Die Chemie in der Staffel muss stimmen», so Daniel Hösli, Kommandant der Patrouille Suisse. Mit einem Mass an Flexibilität könnten dann kontrollierte Risiken eingegangen werden und Höchstleistungen erbracht werden. «Wir können keine Angst am Himmel haben, denn man soll sich bei der Arbeit nicht fürchten», so Flieger-Ass Hösli. «In einem guten Team kann man nicht nur Leader-Typen haben, es braucht auch Egoisten», so Ottmar Hitzfeld, Trainer der Schweizer Fussball-Nati. Man müsse eine Siegermentalität aufbauen, dafür brauche es genügend Erfolgshunger. Falls die Resultate nicht stimmen, müsse man sich stellen und die Brände löschen, so Hitzfeld.

Unter Druck dürfe man nicht zu emotional entscheiden, empfahl Harley Krohmer, Leiter des Instituts für Marketing und Unternehmensführung an der Universität Bern. Man müsse erst lernen, mit dem Druck, den gewisse Positionen mit sich bringen, umzugehen, sagt Swisscom-CEO Carsten Schloter. «7,4 Mio Menschen in der Schweiz wissen, wie man die Post, die SBB und die Swisscom zu führen hat», so Schloter.