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Studie
Unterirdischer Güterverkehr: Geldsorgen

Swiss Cargo Tube: Für die Millionen teure Studie sind erst 800'000 Franken zusammen. (Bild: ZVG)

Die überlastete Ost-West-Achse des Güterverkehrs im Mittelland soll vom Personenverkehr getrennt und unter die Erde verlagert werden. Doch die Machbarkeitsstudie ist bis jetzt nicht finanziert.

Von David Vonplon
am 22.05.2013

Auf der überlasteten Ost-West-Achse im Mittelland soll der Güterverkehr vom Personenverkehr getrennt und unter die Erde verlagert werden. Eine Gruppe von Unternehmen – darunter Migros, Coop, Implenia und Swisscom – lässt die Machbarkeit eines unterirdischen Tunnelsystems abklären.

Die Projektverantwortlichen bei der Firma Cargotube tun sich allerdings schwer mit der Finanzierung. Bislang haben sie bei den Partnern erst 800 000 Franken eingesammelt. Für eine seriöse Überprüfung der Machbarkeit des Projekts wären jedoch 3 Millionen Franken notwendig.

Derzeit ist unklar, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. Mit der Interessengemeinschaft Detailhandel verliess Ende April die wichtigste Sponsorin den Leitungsausschuss von «Cargo sous terrain». Offenbar wünscht man sich eine stärkere Rückendeckung durch die Politik. Ein Sprecher des Verbandes erklärt, man wolle das Projekt weiter begleiten. Jedoch müssten mit dem Bund juristische, finanzielle und organisatorische Fragen geklärt werden.

Der Bund will aber keine Führungsrolle übernehmen. «Es ist unabdingbar, dass das Projekt in erster Linie von der Wirtschaft getragen wird», sagt Pierre-André Meyrat, Vizedirektor des Bundesamtes für Verkehr. Auch er befürwortet jedoch einen Umbau der Trägerschaft. Bislang hat der Bund das Projekt mit 100 000 Franken unterstützt.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

 

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