Lässt sich Innovation lernen? Man könnte es meinen. Schliesslich gibt es dieses und nächstes Jahr laufend neue Weiterbildungen, die sich diesem Thema verschreiben, vor allem an Schweizer Fachhochschulen (siehe auch «Handelszeitung» Nr. 27. vom 2. Juli 2008).

Ein Pionier unter diesen Anbietern ist die privat getragene Hochschule für Technik Zürich (HSZ-T), an der man sich seit drei Jahren zum Master of Advanced Studies (MAS) in Innovation Engineering unterrichten lassen kann.

25 Absolventen seit Lancierung

«Wir vermitteln die klassische Unternehmensführung durch die moderne Innovationsbrille», erklärt Studienleiter Paul Frauenfelder. Der MAS ZFH in Innovation Engineering vermittelt ihm zufolge den Studierenden das Fachwissen und die Methoden für ein schlagkräftiges Innovationsmanagement und Innovationsmarketing, zudem fördert er die individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden zum interdisziplinären Verhalten sowie zur intensiven Kommunikation in unternehmerisch verantwortungsvollen Führungsaufgaben.

Seit Dezember 2005 haben an der HSZ-T insgesamt 25 Personen den berufsbegleitenden MAS ZFH in Innovation Engineering abgeschlossen. Momentan sind sieben Kandidaten im Rennen, die den zweijährigen Lehrgang in knapp zehn Monaten beenden wollen. Der vierte Kurs beginnt im April 2009 (siehe Kasten). Interessenten können sich laut Frauenfelder gerne anmelden. «Wir suchen auch in Zukunft nicht das Massenauditorium, aber ein paar Absolventen mehr dürften es schon sein.»

Anzeige

Allen Wirtschaftszweigen offen

Obwohl das Nachdiplomstudium an einer technisch orientierten Hochschule durchgeführt werde, sei es nicht nur auf die Technik bezogen. «Wir sind nicht auf eine Branche fokussiert, weil die Innovationsprozesse in allen Sparten gleich funktionieren», sagt Frauenfelder. Trotzdem stamme rund die Hälfte der Teilnehmenden aus der Maschinen- und Elektroindustrie. Der Rest verteile sich auf andere Domänen wie Dienstleistungen, Handel, Banken oder Informatik.

Der MAS ZFH in Innovation Engineering richte sich folglich an Interessenten aus allen Wirtschaftszweigen, die sich in ihrer täglichen Arbeit mit unternehmerischen Herausforderungen auseinandersetzen müssten. Gemäss Frauenfelder genauso innovativ wie das Publikum ist der Unterricht, wobei nur ein Viertel frontal geschehe. Die anderen drei Viertel seien Praxisfällen, Expertenreferaten und Firmenbesuchen gewidmet – quasi als Innovationen zum Erleben.

Alle Diplomtitel als Master of Advanced Studies (MAS) der HSZT ziert übrigens auch der Zusatz ZFH, wie den vorgestellten MAS ZFH in Innovation Engineering. Das kommt davon, dass die Hochschule für Technik Zürich (HSZ-T) einen Leistungsauftrag der Zürcher Fachhochschule (ZFH) hat. Zudem ist sie mit einem Anbindungsvertrag an die Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften (ZHAW) angebunden.