Behr strebt laut seinem Mediensprecher Edwin van der Geest keine Übernahme des Werkstoffherstellers an. „Die BBC Group ist mit ihrem Unternehmensbereich Cellpack Kunststofftechnik seit Jahrzehnten auf diesem Gebiete tätig“, erklärt van der Geest. Mit Aktivitäten in der Schweiz, Deutschland sowie der tschechischen Republik kenne sie den Markt und schätze Quadrant als Lieferanten und als einen der wichtigsten Produzenten in diesem Bereich. Die Beteiligung erfolgt laut van der Geest im gleichen Sinne wie die Beteiligung einer Vielzahl von anderen Unternehmen an kotierten Geschäftspartnern, Lieferanten oder Kunden in ihren Branchen. Die Beteiligung wurde über den Markt aufgebaut. „Ob weitere Zukäufe erfolgen ist auch von der Marktentwicklung abhängig“, sagt van der Geest. Ein Übernahmeangebot seitens der BBC Group sei nicht vorgesehen.

Die Beteiligung wurde am  Montag 9. März auf über 3% ausgebaut und am vergangenen Donnerstag über 5% und am vergangenen Freitag der Gesellschaft gemeldet. Giorgio Behr, VRP der BBC Group hat laut van der Geest bereits im Februar Kontakt mit dem Quadrant-Verwaltungsratspräsident Adrian Niggli der Quadrant aufgenommen und ihm sein Interesse an einem Kontakt mitgeteilt und ihn zugleich darüber orientiert, dass die BBC Group in Quadrant investieren werde. "Wir begrüssen jeden Aktionär, der bei uns investieren will", sagt Niggli.

Weitere Grossinvestoren von Quadrant sind neben Behr eine Aktionärsgruppe um Adrian Niggli, CEO Arno Schenk und Sika-Verwaltungsratspräsident Walter Grüebler. Sie hält seit Mitte Februar 19,88% an Quadrant. 10,07% besitzt Privatinvestor Beat Frey über seine Corisol Holding. Zum möglichen Einsitz von Behr in den Quadrant-VR meint Niggli: "Derzeit ist unser VR komplett. Wenn Giorgio Behr einen Antrag für eine Kandidatur stellt, werden wir diesen natürlich prüfen."

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