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Differenzen
Untersuchung gegen Novartis in der Türkei dauert an

Novartis: Keystone

Türkische Behörden ermitteln offenbar weiter gegen Novartis. Der Pharmakonzern weiss davon aber nichts. Die Bestechungsvorwürfe in der Türkei sind nicht das einzige juristische Problem der Basler.

Veröffentlicht am 17.08.2016

Der Pharmakonzern Novartis kann Bestechungsvorwürfe in der Türkei noch nicht zu den Akten legen. Die Untersuchung gegen das Unternehmen dauere an, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums in Ankara am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Zu Details der Ermittlungen wollte er keine Stellung nehmen. Ein Novartis-Sprecher sagte, der Konzern betrachte die Sache weiterhin als abgeschlossen, habe sich bei den türkischen Behörden aber wegen etwaiger neuer Entwicklungen erkundigt.

Von nichts wissen

Novartis hatte in der vergangenen Woche Bestechungsvorwürfe gegen die türkische Konzerntochter basierend auf internen und externen Untersuchungen als unbegründet bezeichnet und mitgeteilt, der Konzern haben von Ermittlungen der Behörden keine Kenntnis.

«Uns ist nicht bekannt, dass momentan irgendeine staatliche Stelle diesbezügliche Ermittlungen anstellt. Für uns ist dieser Fall damit abgeschlossen», sagte eine Novartis-Sprecherin am vergangenen Freitag der sda.

Probleme auch in Südkorea

Der Staatsanwalt in Ankara hatte im April Ermittlungen eingeleitet, nachdem Vorwürfe laut geworden waren, Novartis habe sich durch Schmiergeldzahlungen Geschäftsvorteile verschafft.

Der Medikamenthersteller ist mit mehreren Fällen von Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Zuletzt wurde bekannt, dass dem Konzern in Südkorea eine Schmiergeldaffäre droht. So seien etwa Ärzten Reisen zu Kongressen ins Ausland bezahlt worden.

(sda/jfr)

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