Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat die Untersuchung gegen die Uhrwerksfabrikantin ETA eingestellt. Die Behörde hatte abgeklärt, ob die Swatch-Tochtergesellschaft mit 2009 beschlossenen Preiserhöhungen und Änderungen der Bezugskonditionen ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht hat.

Für die Behörde lagen gemäss Communiqué vom Donnerstag keine genügenden Hinweise vor, dass das Verhalten der ETA SA Manufacture Horlogère Suisse in diskriminierender Weise erfolgte oder von sachfremden Motiven geleitet war.

Vorwürfe nicht bestätigt

So hätten die Preiserhöhungen und auch die Änderungen der Bezugskonditionen für sämtliche Kunden gleichermassen gegolten. Damit liessen sich Vorwürfe, die ETA benachteilige konzernexterne Kunden gegenüber Swatch-Group-Gesellschaften, nicht erhärten.

Ausserdem hat die Weko in einem anderen Verfahren im Oktober 2013 der ETA erlaubt, dass diese ihre Liefermengen von mechanischen Uhrwerken an andere Uhrenhersteller stufenweise reduzieren darf. Die getroffene Regelung enthält unter anderem auch Bestimmungen zu den Preis- und Bezugskonditionen bis zum Ende der Lieferverpflichtung von ETA Ende 2019, wie die Wettbewerbshüter festhalten.

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Uhrwerke seit 1793

Die nun beendete Untersuchung war vom Juni 2011 bis November 2013 wegen des Verfahrens zur Lieferreduktion sistiert. Die Swatch Group hatte der Untersuchung von Anfang an «gelassen» entgegen gesehen und positive Ergebnisse erwartet.

Die 1793 gegründete ETA mit Hauptstandort in Grenchen SO ist einer der weltgrössten Hersteller von Uhren und Uhrwerken. Sie fertigt sowohl mechanische Uhrwerke als auch Quarzuhrwerke. Die «Swiss Made»-Produkte sind nicht zuletzt auch für ausländische Uhrenfertiger ein willkommenes Kaufargument.

(sda/awp/gku)