Mit dem ehrgeizigen Ziel, bis Mitte des Jahrzehnts rund 1 Mio Fahrzeuge pro Jahr zu fertigen, will Nissan eine führende Position unter den grössten Herstellern von leichten Nutzfahrzeugen erobern. Basis dieses Businessplans ist zum einen das Vorhaben, zwischen 2011 und 2013 jährlich mindestens drei neue Modelle zu lancieren. Darüber hinaus sollen neue Märkte erobert werden. Den Anfang machten in den letzten Jahren China und Russland. Die Ausweitung des Geschäfts auf weitere bedeutende Märkte wie Indien und Nordamerika steht kurz bevor. Die NV-Transporter im oberen Gewichtsbereich kommen noch 2010 in den USA und Kanada auf den Markt, während das Joint Venture zwischen dem japanischen Hersteller und der indischen Ashok Leyland Fahrzeuge beider Marken in Indien anbieten wird. Nissan geht davon aus, bis Ende 2012 in über 90% der Märkte für leichte Nutzfahrzeuge präsent zu sein.

Dieses Wachstum muss selbstverständlich mit einem gesteigerten Serviceangebot und entsprechender Kundenzufriedenheit einhergehen. Dazu wird Nissan ihre bestehenden Partnerschaften mit weltweit führenden Firmen weiter vertiefen.

Elektro-Transporter geplant

Ein wichtiges Thema für Nissan ist auch die Entwicklung eines bezahlbaren und alltagstauglichen leichten Nutzfahrzeugs mit Elektro-Antrieb. Dabei profitiert das Unternehmen von den Erfahrungen bei der Entwicklung des Elektro-PW Nissan Leaf, der Ende des Jahres zu ersten Kunden ausgeliefert wird. Ziel ist es, den reinen Elektro-Antrieb so auf leichte Nutzfahrzeuge zu adaptieren, dass er in Lieferwagen für den städtischen Verteilerverkehr im Jahr 2013 Wirklichkeit werden kann.

Zu den wichtigsten Events in Hannover gehörte die Präsentation des neuen Transporters NV400, des im höheren Gewichtsbereich angesiedelten grossen Bruders von NV200. Ebenfalls neu ist die Adaption des von der Nissan-PW-Division entwickelten Around View Monitor (AVM). Damit forciert der Hersteller den Einsatz hoch entwickelter PW-Elektronik in Nutzfahrzeugen. Der Rundumsicht-Monitor ist mehr als eine einfache Rückfahrkamera. Das System setzt die Bilder mehrerer Kameras elektronisch zusammen und erlaubt so zentimetergenaues Rangieren auf engstem Raum.

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