Bald ist das Weiss in Weiss und Grau in Grau endgültig zu Ende. Farben sind wieder angesagt und Linsen, die die blühende Frühlingspracht verewigen können. Eine ganze Reihe kleiner, feiner, bunt designter Kompaktkameras drängt derzeit auf den Markt.

Als neue Stilikone entpuppt sich Canons IXUS 100 IS. Die ultradünne Kamera kommt in japanisch anmutender Schlichtheit daher. Das Design lebt von der für alle sichtbaren Kamerateile gleich gehaltenen Farbe, nämlich Schwarz, Rot, Gold oder Silber. Angenehm fällt bei gleissendem Sonnenlicht oder sonstigen widrigen Lichtverhältnissen der optische Sucher auf, über den die Kamera nebst dem 2,5-Zoll-Display ebenfalls verfügt.

Und wo Sony damit brilliert, dass die Kamera automatisch auslöst, wenn das Motiv lächelt («Smile-Shutter»), doppelt Konkurrent Canon mit dem «Blink-Detector» nach; also einer Blinzelerkennung. Ausserdem ist die Edel-Ixus ein exzellenter Videorecorder: Sie schafft bei entsprechend grosser Speicherkarte auch HD-Movies. Mit 418 Fr. liegt das Schmuckstück preislich im mittleren Segment.

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HD-Funktionalität im Trend

Ebenfalls aus dem Hause Canon stammt die Powershot SX200 IS. Eine unscheinbare, schmale Kompaktkamera mit einem überraschend starken 12fach-Zoom. Auch mit der Powershot ist es möglich, HD-Filme aufzunehmen. Enttäuschend ist allerdings, dass der optische Sucher zugunsten eines 3-Zoll-Bildschirms weichen musste. Das Gerät wird ab Ende März in der Schweiz erhältlich sein und 518 Fr. kosten.

Mit einem robusten Gerät wartet Panasonic auf. Die Lumix DMC-FT1 ist bis zu einer Tiefe von 3 m wasserdicht (wobei wir es lieber als spritzwasserfest bezeichnen möchten), stossfest und abgedichtet gegen Staub oder Sand. Alles in allem wirkt sie gefälliger als andere Outdoor-Kameras, etwa die Canon Powershot D10.

Schön, dass die Lumix mit einem 4,6fach-Zoom eine Brennweite von 28 mm bis 128 mm aufweist, womit auch Weitwinkelaufnahmen möglich sind. Auch hier gilt: Die Kamera ist zu HD-Videos fähig. Für 570 Fr. gibt es somit einen treuen Begleiter für alle Lebenslagen.

Mit neuer Technik auf Bildfang

Für besondere Bildbrillanz sorgt die Finepix F200 EXR von Fujifilm. Erstmals wurde in einer Kamera der «Super CCD EXR»-Sensor eingebaut. Dieser erkennt die Bedürfnisse des Fotografen und setzt die Bildqualität entsprechend um. Eine detailreiche Aufnahme benötigt etwa eine hohe Auflösung. Hier werden sämtliche 12 Mio Pixel des Sensors genutzt.

Bei Fotos mit wenig Licht muss die Lichtempfindlichkeit höher sein. Dabei werden jeweils zwei benachbarte Pixel gleicher Farbe zusammengeführt und zu einem grossen verschmolzen. Dadurch wird das Bildrauschen vermindert. Kontrastreiche Bilder brauchen dagegen viel Dynamik. Dazu nimmt die Kamera beim Auslösen zwei Bilder mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten auf und führt die beiden Fotos anschliessend zusammen. Bei dieser Raffinesse verzeiht man der Finepix, dass sie nicht gerade eine Schönheit ist. Auch diese Kamera kommt im März auf den Schweizer Markt und wird 500 Fr. kosten.