Was können Unternehmen tun, um Beschaffungsrisiken zu minimieren? Primär sollten Unternehmen ihre strategisch wichtigsten Lieferanten in finanzieller und betrieblicher Hinsicht untersuchen.

Hierfür ist es sehr wichtig, Frühwarnsignale zu erkennen und diesen auch die entsprechende Beachtung zu schenken. Verschlechterungen in der Qualität oder Lieferverzögerungen können Indikatoren dafür sein, dass der Lieferant zu starke Einschnitte bei seinen Geschäften vorgenommen hat. Häufigere Anfragen hinsichtlich Vorauszahlungen oder Veränderungen im Vertriebs- und Support-Team sollten ebenfalls aufmerksam beobachtet werden.

Vor diesem Hintergrund und angesichts unbeständiger Märkte, auf denen Kredite knapp sind, sollte die Leistung der eigenen Lieferanten lieber einmal zu viel als zu wenig unter die Lupe genommen werden. Die Überprüfung der strategisch wichtigsten Lieferanten sollte mindestens vierteljährlich, die der zweitwichtigsten halbjährlich durchgeführt werden. Der Aufwand lohnt sich, trägt er doch sehr viel zur Vermeidung von Beschaffungsrisiken bei. Ein automatisiertes Lieferantenmanagement kann dabei hilfreich sein.

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Sichtbarkeit verbessern

Unternehmen, die bereits über ein ausgereiftes Ausgabenmanagement verfügen, vereinfachen diese Prozesse, indem sie bestimmte Managementtools nutzen. So zum Beispiel Self-Service-Portale für Lieferanten, auf welchen diese ihre eigenen Profilinformationen veröffentlichen und managen können. Zudem haben sie Scorecarding, Programme zur Leistungsmessung und Projektmanagement-Funktionalitäten bereits als feste Bestandteile ihrer Beschaffungsabläufe implementiert. Die Anwendung solcher Tools kann die Sichtbarkeit und die Kontrolle der Risiken erheblich verbessern und Unternehmen in die Lage versetzen, ihr Lieferantenmanagement auf eine breitere Basis zu stellen.