Der grösste Schweizer Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom befragt derzeit Hunderte Kunden und Drittpersonen zum Handyangebot, das kurz vor der Lancierung steht. Eine entsprechende Umfrage liegt der «Handelszeitung» schriftlich vor.  
«UPC Cablecom wird in naher Zukunft ihr Produkteangebot um Mobil-Telefonie erweitern», heisst es im Fragebogen. Dieser spielt verschiedene Tarifmodelle sowie Bündelangebote durch und soll bis Mitte Monat ausgewertet sein.

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Im Fragebogen wird erstmals der Mobilfunkdienst von der Handymiete getrennt verrechnet. «Das schafft Transparenz und erlaubt es UPC Cablecom, längerfristig die Subventionen für Endgeräte zurückzufahren, wie es die ganze Branche wünscht», erklärt Telekomexperte Jörg Halter vom Beratungsunternehmen ocha.

UPC Cablecom bestätigt, dass zum bevorstehenden Mobilfunkangebot gegenwärtig Befragungen laufen. Allerdings versucht der Kabelnetzbetreiber die Marktforschung kleinzureden. «Diese Umfragen führen wir im Markt regelmässig durch – unabhängig, ob ein neues Produkt lanciert wird», sagt Sprecher Marc Maurer. Aus der Umfrage liessen sich keinerlei Rückschlüsse auf die künftige Ausrichtung des Angebots ziehen.

Auch Drahtlos-Internet in petto

Nebst einem Handyangebot plant UPC Cablecom offenbar auch eine Marktoffensive beim drahtlosen Internetzugang, der die Anzahl Hotspots in der Schweiz auf einen Schlag massiv steigern könnte. So soll in den nächsten Monaten ein Angebot lanciert werden, mit dem die privaten Internetzugänge von UPC-Kunden zusätzlich zu öffentlichen W-Lan-Hotspots würden. Damit könnten Mobilfunkabonnenten dann kostenlos über drahtlose Internetzugänge surfen und telefonieren.

Entsprechende «Homespots»-Angebote hat der UPC-Konzern bereits in den Niederlanden und Belgien bereits lanciert. UPC-Cablecom-Sprecher Maurer will eine W-Lan-Lancierung nicht bestätigen, betont aber: «Wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam und mit Interesse.»

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Ausgabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag an Ihrem Kiosk.