UPC-Cablecom-Kunden, die Digital-TV abonnierten, sehen bald einen Silberstreifen am Horizont.

Am 14. Januar führt UPC Cablecom die Unterhaltungsplattform «Horizon» in der Schweiz ein. Es handle sich um eine 3D-Benutzeroberfläche, schreibt die Firma in einer Pressemitteilung. Mit Horizon werde es möglich, bis zu vier Sendungen gleichzeitig aufzunehmen und noch eine fünfte anzuschauen. Bisher war mit dem gleichzeitigen Aufnehmen von zwei Sendungen Schluss - ein Ärgernis für viele Kunden.

Die neu gestaltete Benutzeroberfläche verwendete mehr Bildelemente wie Poster und Vorschaubilder im TV- und im On-Demand-Bereich, was eine schnellere Navigation durch die Menüs ermögliche, schreibt das Telekommunikations-Unternehmen.

Vorbei seien auch die Zeiten, in denen nur spärliche Informationen zu den TV-Sendungen oder den Filmen angezeigt wurden. Horizon liefere dem Zuschauer die wichtigsten Infos in einer praktischen Vorschau. Dadurch könne er sich ein Bild von den einzelnen Sendungen machen.

Horizon verfügt ausserdem über eine Bild-in-Bild-Funktion: Während die aktuelle Sendung im Hintergrund sichtbar weiterläuft, kann der Zuschauer durch weitere TV-Sender zappen.

Sechs integrierte TV-Tuner

Horizon verfügt über sechs integrierte TV-Tuner. Zwei garantieren schnelles Zappen, da die nächsten Sender bereits geladen werden. UPC Cablecom verspricht: «Dadurch gibt es keine Zeitverzögerung mehr beim Anzeigen des nächsten Kanals. Mit den weiteren vier Tunern können vier Sendungen gleichzeitig in HD aufgenommen werden.»

Zusätzlich werde es möglich sein, mit der «Horizon TV»-App auf dem iPad oder iPhone On Demand-Inhalte abzurufen. Bisher hatte hier die Swisscom die Nase vorn. Später werde man auch das Fersehgerät auch noch vom iPhone oder iPhone aus steuern können, versprach die Firma.

Ein Nachteil, der bei etlichen Kunden für Ärger sorgt, bleibt aber auch mit dem «Horizon»-Update bestehen: Die Aufnahmekapazität der Festplatte der Cablecom-Box bleibt bei kümmerlichen 500 Gigabyte bestehen - bei Aufnahmen in Full-HD-Qualität ist diese Grösse schnell aufgebraucht.

Zudem fehlt auch bei Horizon nach wie vor eine Replay-Funktion - also die Möglichkeit, verpasste Sendungen nachträglich für eine gewisse Zeit doch noch aufzuzeichnen. Sunrise etwa bietet dies seit 2012 an.

(chb/vst)