Der neue Chef von Swisscom heisst Urs Schaeppi. Damit wird der bisherige Interims-CEO definitv die Geschicke des IT-Konzerns leiten. Handelszeitung.ch vermeldete die Nachfolge schon gestern, aufgrund der ungewöhnlichen Einladung Swisscoms zur Pressekonferenz gewöhnlicher Quartalszahlen.

Kontinuität sicherstellen

Urs Schaeppi arbeitet seit 15 Jahren bei Swisscom, seit 2007 als Leiter des Grosskundenbereichs, leitet seit Anfang 2013 Swisscom Schweiz und ist seit dem 23. Juli ad interim CEO. «Urs Schaeppi hat profunde Kenntnisse der ganzen Branche und von Swisscom und verfügt über einen ausgezeichneten Leistungsausweis», sagt Hansueli Loosli, Präsident des Verwaltungsrates. «Er ist umsetzungsstark und kann die Kontinuität im Unternehmen sicherstellen. Wir sind überzeugt, dass Urs Schaeppi unser Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen wird.» «Wir werden unsere bisherige Strategie konsequent weiter führen und das Kerngeschäft weiter stärken mit bestem Service und einfachen und überzeugenden Angeboten auf einem noch leistungsfähigeren Netz», sagt CEO Urs Schaeppi.

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Hoffen auf die Cloud und eHealth

«Chancen zu wachsen, sehen wir im Cloud-Bereich und in angrenzenden Märkten wie etwa Heimvernetzung oder eHealth», meint Schaeppi. Ein weiterer Schwerpunkt des neuen CEO wird sein, die Aktivitäten im Geschäftskundenmarkt weiterzuentwickeln und die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung für Swisscom zu nutzen.

Urs Schaeppi wird gut drei Monate nach dem Tode von Konzernchef Carsten Schloter das Ruder übernehmen. Der 53-jährige Berner hatte bis jetzt interimistisch das Steuer des grössten Schweizer Telekomkonzern in der Hand.

Schloter hatte sich Ende Juli im Alter von 49 Jahren das Leben genommen. In seinen 13 Jahren bei der Swisscom, wobei seit 2006 als Konzernchef, erwarb sich der Deutsche grosse Verdienste um das Unternehmen.

Weniger Gewinn

In den ersten neun Monaten hat die Swisscom den Umsatz leicht um 0,4 Prozent auf 8,463 Milliarden Franken gesteigert. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank allerdings um 2,9 Prozent auf 3,248 Milliarden Franken. Der Reingewinn tauchte um 6,1 Prozent auf 1,273 Milliarden Franken. Die Preiserosion und sinkende Roaming-Gebühren kosteten mehrere hundert Millionen Franken.

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde leicht übertroffen. Analysten hatten gemäss der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 8,413 Milliarden Franken und einem Ebitda von 3,191 Milliarden Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten sie 1,226 Milliarden Franken vorhergesagt.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA.