Das Bundesgericht Lausanne musste das im Jahre 2005 bei der Credit Suisse eingeführte revidierte Bonussystem bewerten. Ein Banker der Credit Suisse akzeptierte nicht, dass er neben dem normalen Lohn die Boni-Anteile in Millionenhöhe nicht mehr sofort und in Bar sondern langfristig in gesperrten Aktien erhielt.

Er stellte sich auf den Standpunkt, die Boni seien Teil des normalen Lohnes gewesen und nicht etwa als Gratifikation, die im Ermessen des Arbeitgebers liegt, zu werten.

Bei den Bundesrichtern drang der Ex-CS-Banker mit dieser Ansicht nicht durch. Für das Bundesgericht darf die Gratifikation im Vergleich zum Lohn nur zweitrangige Bedeutung haben. Und das ist spätestens dann nicht mehr der Fall, wenn die Boni regelmässig höher liegen, als der Lohn. Der CS-Banker verdiente pro Jahr 200'000 Franken, bei den umstrittenen Boni ging es um 3 Millionen Franken.

Das Urteil 4A_520/2012 ist beim Bundesgericht online einsehbar.

(chb/muv)