Die Urteile gegen die Treuhänder und Ex-Credit-Suisse-Banker Josef Dörig und Andreas Bachmann wurden vom Gericht des Eastern District of Virginia bis auf Weiteres verschoben.

Beide Finanzexperten bekannten sich dieses Jahr schuldig, US-Bürgern bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben. Ihre Geständnisse gingen der Milliardenbusse im Mai der Credit Suisse voran.

Ursprünglich hätte bereits im August das definitive Verdikt gegen die beiden Vermögensverwalter verkündet werden sollen, doch die Richter warten damit vorerst zu, bis die Credit Suisse ihre Busse bezahlt – Zeit hat sie dazu bis spätestens 28. November. Bis dahin müssen beide peinlichst genau ihre Reiseziele in der Welt mit dem Gericht abstimmen - vor allem Dörig betrifft dies. Für Reisen nach London, Wien, Ungarn - nichts geht ohne das OK aus den Vereinigten Staaten.

Zahlungen an die Credit Suisse

Sowohl Credit Suisse wie Dörig und Bachmann müssen neben einer Busse auch die Steuerbehörde IRS befriedigen. Die IRS-Rückzahlung der Credit Suisse wird wohl auch bereits die IRS-Zahlung der beiden Treuhänder beinhalten, so das Gericht. Die Richter erwarten, dass es dann der CS obliegt, mit Dörig und Bachmann noch auszuhandeln, ob und wieviel die beiden der Bank noch schuldig sind - juristisch nennt sich dies «joint and several obligation».

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