Neben Volkswagens Ex-Vorstandschef Martin Winterkorn ist auch sein Nachfolger Matthias Müller ins Blickfeld der US-Anwälte geraten. Der Top-Manager soll in drei Sammelklagen persönlich zur Rechenschaft gezogen werden, die beim zuständigen Bezirksgericht in San Francisco eingereicht wurden und der Deutschen Presse-Agentur dpa vorlagen. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet. VW war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Neben Müller sollen sich auch andere Spitzenentscheider von Unternehmen, die in den Skandal um manipulierte Abgaswerte Hunderttausender Diesel-Autos verwickelt sein sollen, verantworten. Dabei handelt es sich unter anderen um Audi -Chef Rupert Stadler und Volkmar Denner, den Vorstandsvorsitzenden des Zulieferers Bosch.

Im September liess EPA die Bombe platzen

Hinzu kommen der im September über den Skandal gestolperte Ex-VW-Boss Winterkorn und der US-Chef von VW, Michael Horn. Sie waren bereits zuvor als Beklagte im Visier der US-Justiz. VW hatte nach Betrugsvorwürfen, die das US-Umweltamt EPA am 18. September publik machte, Manipulationen in grossem Stil bei Emissionstests eingeräumt.

(awp/mbü/ama)