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US-Banken verbünden sich gegen Hacker

Lädt ein zum Runden Tisch gegen Hacker: die Bank of America. (Bild: Keystone)

Banken geben sicherheitsrelevante Informationen an die Konkurrenz heraus – zu diesem Vorgang mit Seltenheitswert könnte es bald in den USA kommen. Grund ist die Furcht vor Cyberkriminalität.

Veröffentlicht am 10.01.2012

Die Angst vor Hackern geht um: Die Sicherheitsverantwortlichen mehrerer Wall-Street-Firmen werden sich vermutlich noch in diesem Monat mit Vertretern des Polytechnischen Instituts der Universität New York treffen, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Mit von der Partie: die Grossbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs.

Diskutiert werden soll bei dem Treffen demnach der Aufbau eines Zentrums, das Bankdaten nach Hinweisen auf mögliche Cyber-Attacken durchsucht. Das berichtet das Blatt unter Berufung auf mit der Situation vertraute Leute.

Und es ist nicht die einzige Initiative der Banken. Die Bank of America hat laut dem Bericht damit begonnen, informelle Treffen mit Experten anderer Grossbanken zu veranstalten, bei denen die Rivalen gemeinsam an Lösungen gegen Cyber-Bedrohungen arbeiten.

Die Zahl der Online-Attacken ist in den vergangenen zwei Jahren stark angestiegen, schreibt das Blatt unter Berufung auf eine neue Studie der Beratungsfirma Pricewaterhouse Coopers. Finanzinstitute gehören demnach zu den wahrscheinlichsten Zielen.

Im Juni 2011 war etwa bekannt geworden, dass Hacker bei einem Angriff auf die US-Bank Citigroup die Daten von rund 360'000 Kunden gestohlen hatten.

(tno)

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