Credit Suisse hat sich bei einer Anhörung in den USA kritische Frage von Behördenvertretern gefallen lassen müssen. Nachdem die Schweizer Grossbank im vergangenen Mai Beihilfe für Steuerhinterziehung eingeräumt hatte, äusserte Timothy Hauser von der US-Pensionskassenaufsicht am Donnerstag Zweifel an der Unternehmenskultur der Credit Suisse.

In den USA ist es Firmen, die gegen Strafrecht verstossen haben, untersagt, Pensionskassen-Gelder zu verwalten. Credit Suisse hat eine Ausnahme von dieser Regelung beantragt. Die öffentliche Anhörung ist Teil des Verfahrens, in dem das US-Arbeitsministerium entscheiden will, ob es der Credit Suisse die Ausnahmebewilligung gewährt.

Weitergehende Untersuchung angekündigt

Es sei für ihn sehr schwierig zu beurteilen, inwieweit die Probleme bei der Credit Suisse kulturelle Probleme seien, die die gesamte Firma umfassten, erklärte Hauser. Auch wenn die Bank die Ausnahmegenehmigung erhalte, werde seine Behörde eine weitergehende Untersuchung einleiten.

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Bei der Anhörung treten neben Behördenvertretern auch Konsumentenschützer und Banker der Credit Suisse auf. Ein Credit Suisse-Sprecher erklärte, die Bank anerkenne die Rechte ihrer Kritiker, aber keines ihrer Argumente sei relevant.

(sda/ise)