Die Farmer in der Kornkammer Nordamerikas warten sehnsüchtig auf Regen. Die Dürreperiode hat die Ernte weitestgehend bereits zerstört, für viele Menschen in den USA gerät die Trockenheit zum Desaster.

Teuer wird die Naturkatastrophe auch für die Versicherer: So hat die Munich Re gemäss Bericht der deutschen Wirtschaftszeitung «Handelsblatt» zufolge bereits Rückstellungen von 160 Millionen Euro gebildet - der mit Abstand grösste Schaden im Geschäft mit Agroversicherungen.

Beim Konkurrenten Swiss Re lässt man sich nicht in die Karten blicken - Zahlen sind laut Mediensprecher Rolf Tanner auf Anfrage von «Handelszeitung Online» noch nicht spruchreif.

Munich Re und die Erstversicherer sehen in Agroversicherungen - bisher ein Nischengeschäft - grosses Potenzial, was nicht zuletzt an den gestiegenen Nahrungsmittelpreisen und dem zunehmenden Klimawandel liegt. Die Branche schätzt, dass derzeit erst 20 bis 25 Prozent der Agrarproduktion überhaupt gegen Naturkatastrophen versichert sei. Weltweit nimmt Munich Re etwa eine Milliarde Dollar an Prämien auf Agrorückversicherungen ein - 70 Prozent davon aus den USA.

Experten rechnen damit, dass die Dürre in den USA und die damit verbundenen Ernteausfällen die Entwicklung der Agrarversicherungen weltweit beschleunigen könnte.

(vst/muv/rcv)

Bildergalerie: Dürre in den USA - die Rohstoff-Profiteure (Stand: 2.8.2012)

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