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US-Finanzinvestor will Thalia-Eigner Douglas übernehmen

Douglas: eine von Europas grössten Parfümerieketten bald in amerikanischem Besitz? (Bild: Keystone)

Ob der Slogan «Come in and find out» auch für einen neuen Douglas-Investor gilt? Für den Handelskonzern, der unter anderem in der Schweiz an 16 Thalia-Filialen beteiligt ist, liegt ein neues Übernahme

Veröffentlicht am 15.10.2012

Neue Runde im Übernahmepoker um den Handelskonzern Douglas: Der US-Finanzinvestor Advent hat in Hamburg ein Übernahmeangebot in Höhe von 38 Euro pro Aktie vorgelegt, wie aus einer Börsenpflichtmitteilung hervorgeht. Das bewertet den Konzern mit 1,5 Milliarden Euro.

Das sind drei Euro mehr, als der Kurs in der vergangenen Woche betrug. Das Übernahmeangebot stehe allerdings unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe wie auch einer Mindestannahmequote von 75 Prozent, teilte der US-Investor mit.

Nach monatelangen Verhandlungen hatten sich am Wochenende die Douglas-Gründerfamilie Kreke gemeinsam mit Advent und den Grossaktionären auf eine Übernahme des Traditionskonzerns geeinigt.

Oetker und der Drogerieketten-Betreiber Müller veräussern ihre Douglas-Anteile von zusammen rund 37 Prozent. Der Finanzinvestor hat sich die Zustimmung von 50,5 Prozent der Douglas-Aktionäre bereits gesichert.

Douglas kämpft gegen fallende Gewinne, da die Buchhandelssparte Thalia unter der wachsenden Konkurrenz von Online-Händlern wie Amazon leidet. Dagegen laufen die Christ-Juweliergeschäfte und die Parfümerien deutlich besser.

(tke/aho/sda)

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