Die Allianz -Tochter Pimco hat sich nach dem Weggang von Mitbegründer Bill Gross zu einem stärkeren Engagement bei Aktien bekannt. Man wolle in dem Bereich unbedingt wachsen, sagte Pimco-Chef Doug Hodge am Dienstag im Sender CNBC. Bisher war das Unternehmen vor allem für den weltgrössten Anleihenfonds Total Return bekannt, den Gross seit 1987 verwaltete und der heute Einlagen von rund 222 Milliarden Dollar hat.

Bei der Vermögensverwaltung plant Pimco unterdessen in den kommenden Wochen und Monaten nach Angaben von Chief Investment Officer Dan Ivascyn keine grösseren Änderungen. Die Guthaben würden wie zu Gross' Zeiten verwaltet, sagte der Manager ebenfalls bei CNBC.

Rauswurf zuvorgekommen

Gross hatte die von ihm 1971 mitgegründete Firma am Freitag im Streit verlassen und war offenbar einem Rauswurf zuvorgekommen. Der früher als Bond-König bekannte Anlageexperte wechselt zum kleineren Konkurrenten Janus Capital. Experten gehen nun davon aus, dass viele Kunden ihr Geld von Pimco abziehen und woanders anlegen. 

(reuters/dbe)