Acht Grossbanken haben den US-Finanzaufsehern Pläne zu ihrer Abwicklung im Krisenfall vorgelegt. Die Notenbank Federal Reserve und die Einlagensicherung FDIC prüfen die sogenannten Testamente nun, wie die Zentralbank mitteilte.

Zu den Finanzinstituten, die ihre Dokumente einreichen mussten, zählen unter anderen Goldman Sachs, Bank of America und JP Morgan. Die Institute hatten bereits mehrmals Annahmen präsentieren müssen, in denen sie erläutern, wie sie ohne Staatshilfe durch eine Krise kommen könnten.

Reaktion auf die Finanzkrise von 2008

Die Aufseher haben damit gedroht, Konsequenzen – bis hin zu einer Aufspaltung - zu ziehen, sollten die Banken nicht ausreichend liefern. Noch ist nicht klar, wann die Aufseher ihre Beurteilung abgeben werden.

Die Pläne sind eine Reaktion auf die letzte grosse Finanzkrise 2008, als der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers die Weltwirtschaft erschütterte. Die Staaten wollen sich nicht mehr in Geiselhaft nehmen lassen, wenn sich Grossbanken verspekulieren («too big to fail»).

Die Institute und ihre Investoren sollen die Kosten selbst tragen und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte begrenzen. Ähnliche «Testamente« müssen inzwischen auch in Europa ausgearbeitet werden. In der Schweiz werden ebenfalls Notfallpläne von den systemrelevanten Banken verlangt.

Anzeige

(sda/me/chb)