Die US-Wettbewerbshüter sehen einem Medienbericht zufolge die etwa 44 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Krankenversicherers Cigna durch den Rivalen Anthem kritisch. Sie seien skeptisch, ob die Unternehmen genug Zugeständnisse machen könnten, um den Wettbewerb in der Branche zu gewährleisten, meldete das «Wall Street Journal» am Sonntag unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Beide Konzerne hätten für diese Woche Termine mit Spitzenvertretern des Justizministeriums in Washington angesetzt. Dieses habe bislang nicht entschieden, ob es rechtlich gegen das Geschäft vorgehen wolle.

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Konsolidierung in der Branche

Anthem hatte vergangenen Sommer mitgeteilt, Cigna übernehmen zu wollen. Auch die anvisierte, etwa 34 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Versicherers Humana durch den Konkurrenten Aetna stösst auf erhebliche Bedenken der Wettbewerbshüter.

Die Branche ist im Konsolidierungsmodus. Bereits im Januar ging der Milliarden-Deal zwischen dem Schweizer Versicherer Ace und dem kleineren US-Rivalen Chubb über die Bühne. Das kombinierte Unternehmen firmiert unter dem Namen Chubb und hat seinen offiziellen Hauptsitz in Zürich.

(reuters/ise/ama)