Die US-Post will wegen ihrer finanziellen Schwierigkeiten möglicherweise bis zu 120'000 Stellen streichen. Dem staatlichen Unternehmen drohen das zweite Jahr infolge Verluste in Milliardenhöhe, wie aus dem Jahresbericht fürs 2010 hervorgeht.

Die Behörde will ihre Mitarbeiter auch aus den Renten- und Gesundheitsverträgen für staatliche Bedienstete herausnehmen und stattdessen ein eigenes System aufbauen.

Für alle Massnahmen ist aber die Zustimmung des Kongresses erforderlich, zudem drohen Konflikte mit den Gewerkschaften. Die US-Post hat in den vergangenen vier Jahren schon 110'000 Stellen gestrichen und ist derzeit dabei, weitere 7500 Jobs in der Verwaltung abzubauen. Laut dem Jahresbericht hatte die Behörde 583'908 Beschäftigte.

Die US-Post hat mit dem Rückgang im Briefgeschäft durch das Internet und dem Rückgang in der Werbung durch die Rezession in den USA zu kämpfen. Um die Verluste einzudämmen, wird erwogen, 3653 Poststellen zu schliessen, das ist rund ein Zehntel der Poststellen. Besonders ländliche Postämter wären davon betroffen.

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(tno/rcv/sda)