Die Schweizer Privatbank Julius Bär rechnet in absehbarer Zeit mit der Beilegung des US-Steuerstreits. «Wir arbeiten weiterhin eng mit den US-Behörden zusammen und sind grundsätzlich für ein Settlement bereit», sagte Konzernchef Boris Collardi laut Redetext auf der Generalversammlung.

«Wir sind zuversichtlich, dass diese Steuerangelegenheit der Vergangenheit in absehbarer Zeit bereinigt werden kann.» Zuletzt hatte sich der Vermögensverwalter eher vage geäussert. Der Zeitpunkt einer Einigung hänge praktisch ausschliesslich vom US-Justizministerium ab, hatte Collardi noch im Februar gesagt.

Ermittlungen wegen Steuerhinzerziehung

Julius Bär ist eines von 14 Schweizer Instituten, gegen die die Amerikaner Verfahren wegen Beihilfe zu Steuerhinterziehung eingeleitet haben. Sie werfen der Bank vor, ein Geschäftsmodell entwickelt zu haben, mit dem reiche Amerikaner Schwarzgeld bei der Bank verstecken konnten.

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(sda/dbe/me)