Kurz vor dem Teilverkauf an den US-Konzern General Electric (GE) zeigt sich das künftige Kerngeschäft des französischen Alstom-Konzerns auf gutem Weg. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 konnte das Unternehmen mehr Aufträge verbuchen, sowie Umsatz und operativen Gewinn steigern.

Unter dem Strich standen allerdings 719 Millionen Euro Verlust, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Denn die Franzosen hatten sich kurz vor Weihnachten mit US-Behörden auf eine Rekordstrafe von 772 Millionen Dollar wegen Schmiergeldzahlungen in Indonesien geeinigt. Den Umsatz hatte Alstom im abgelaufenen Geschäftsjahr um acht Prozent auf knapp 6,2 Milliarden Euro steigern können, aus dem künftigen Kerngeschäft blieb mit 318 Millionen Euro fast ein Fünftel mehr Gewinn.

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Grossauftrag aus Südafrika

Ausserdem liess ein Grossauftrag aus Südafrika für rund vier Milliarden Euro den Auftragseingang um fast zwei Drittel wachsen. Wenn die Teil-Übernahme durch GE über die Bühne geht, will sich Alstom auf das Zuggeschäft konzentrieren, wo die Franzosen mit Siemens konkurrieren. Mittelfristig will Alstom seinen Umsatz jährlich um mehr als fünf Prozent steigern und fünf bis sieben Prozent der Erlöse als operativen Gewinn einbehalten.

GE will die Übernahme Mitte 2015 abgeschlossen haben. Allerdings hatte die EU-Kommission im Februar angekündigt, die Übernahme einer intensiveren Prüfung bis Anfang Juli zu unterziehen. Auch Siemens hatte 2014 für Alstom geboten – gegen den US-Rivalen aber den Kürzeren gezogen.

(sda/ise/ama)