Die Verhandlungen zwischen den US-Behörden und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) liegen derzeit auf Eis. Es habe seit Monaten keinen Kontakt mehr gegeben, sagte ZKB-Chef Martin Scholl am Freitag an der Bilanzmedienkonferenz in Zürich.

Die ZKB sei aber für einen Vergleich bereit, sobald sich die US-Behörden melden, sagte er. Gemäss Auskunft von Bankratspräsident Jörg Müller-Ganz haben zwar die Anwälte der ZKB mehrfach versucht, mit den Behörden in Kontakt zu treten. Diese seien jedoch zurzeit zu keinem Gespräch bereit.

Keine Auskunft über Rückstellungen

Eine Vermutung ist, dass die US-Behörden zuerst erste Einigungen mit den Banken der Kategorie 2 erzielen wollen, um sie als Vorlage für die Verhandlungen mit Kategorie-1-Finanzinstituten zu verwenden. Die ZKB gehört zur Kategorie 1.

Keine Auskunft geben wollte Scholl über allfällige Rückstellungen, die die ZKB in Hinblick auf mögliche Bussen vorgenommen hat.

(sda/ise/me)