Sulzer hat den Aktienrückkauf in Höhe von 5 Millionen Franken von der von US-Sanktionen belasteten Renova-Gruppe abgeschlossen. Damit sinkt der Renova-Anteil am Industriekonzern unter 50 Prozent. Sulzer unterliegt damit keinen US-Sanktionen mehr.

Die amerikanische Behörde habe Sulzer am Mittwoch eine Lizenz erteilt, die den Abschluss der Übertragung der Anteile genehmigt, teilte Sulzer am Donnerstag mit. Die Aktienübertragung ist laut Mitteilung abgeschlossen und Renova ist jetzt Minderheitsaktionär mit 48,83 Prozent des Aktienkapitals von Sulzer. Sulzer hält nun 15,24 Prozent eigene Aktien.

Kein langfristiger Effekt erwartet

Der Industriekonzern Sulzer reagierte damit auf die von den USA verhängten Sanktionen gegen den russischen Investor Viktor Vekselberg und die Renova-Gruppe. Sulzer bestätigt, dass das Unternehmen keine «blocked person» mehr ist und keinen Sanktionen nach US-Recht mehr unterliege. Das Unternehmen könne nun global den normalen Betrieb wiederaufnehmen.

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Die Geschäftstätigkeit von Sulzer sei erheblich beeinträchtigt worden, heisst es weiter. Aber das Unternehmen gehe nicht davon aus, dass die langfristige Entwicklung belastet werde.

Aktien legen kräftig zu

Die Aktien von Sulzer legten am Donnerstag im vorbörslichen Geschäft kräftig zu. Im vorbörslichen Handel der Bank Julius Bär werden die Sulzer-Papiere um knapp 15 Prozent höher gestellt.

Zu relativieren ist dieser Kurssprung insofern, als dass nach Bekanntwerden der Sanktionen der USA gegen verschiedene russische Oligarchen am Freitagabend die Sulzer-Aktien in der laufenden Woche bisher knapp 23 Prozent an Wert eingebüsst haben.

(sda/mlo/mbü)