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Libor
USA klagen offenbar gegen Ex-DB-Mitarbeiter

Deutsche Bank: High Noon für Ex-Mitarbeiter in USA. Keystone

US-Behörden gehen im Libor-Skandal anscheinend gegen mindestens fünf ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank vor. Es wären die ersten Klagen gegen das deutsche Geldhaus in diesem Fall.

Veröffentlicht am 12.07.2015

Die US-Behörden gehen einem Medienbericht zufolge im Libor-Skandal gegen mindestens fünf ehemalige Mitarbeiter der Deutschen Bank vor. Wie die Finanzagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf zwei mit der Sache vertraute Personen berichtete, könnte das US-Justizministerium entsprechende Anklagen bis Ende des Jahres erheben. Es wäre die ersten gegen Händler des deutschen Geldhauses. Das Ministerium nahm zu dem Bericht nicht Stellung. Auch ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt wollte sich nicht äussern.

Absprachen für Gewinne

Nach Erkenntnissen von Börsenaufsehern haben sich einzelne Händler bei wichtigen Referenzzinsen wie Libor abgesprochen, um Handelsgewinne einzustreichen. An solchen Zinssätzen hängen Geschäfte in einem Volumen von hunderten Billionen Dollar, wodurch sich schon durch kleine Bewegungen hohe Gewinne erzielen lassen. Etliche Institute haben milliardenschwere Vergleiche mit verschiedenen Instanzen geschlossen, darunter auch die Deutsche Bank.

(reuters/chb)

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