Die USA fordern von Europa stärkere Anstrengungen zur Belebung des Konjunktur. «Es muss mehr getan werden, um das Wachstum zu unterstützen», sagte ein Vertreter des US-Finanzministeriums.

Er gab Auskunft über die Positionen seiner Regierung beim bevorstehenden Treffen der 20 führenden Schwellen- und Industrieländer (G20) am Rande der Frühjahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Europa zeigten eine «chronisch niedrige Inflation und eine schwache Nachfrage», mahnte er.

Zur Not auf Wertpapierankäufte zurückgreifen

In der Euro-Zone wird derzeit heiss diskutiert, wie gross die Gefahr ist, in eine Deflationsspirale abzugleiten, die die Wirtschaft für längere Zeit lähmen könnte. Zuletzt hatte die Europäische Zentralbank (EZB) deutlich gemacht, dass sie bei Bedarf auch auf Wertpapierankäufe zurückgreifen könnte, um eine solche Entwicklung zu verhindern.

Der US-Regierungsvertreter ergänzte, seine Regierung werde bei den Treffen in dieser Woche auch darauf drängen, dass die europäischen Länder entschlossener bei der Stabilisierung des Bankensektors vorgehen. China rief er dazu auf, weitere Schritte für einen freien Handel mit der Landeswährung Yuan zu unternehmen.

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Zufrieden mit Sanktionen

Deren jüngste Kursverluste schürten Befürchtungen, dass die Volksrepublik hier einen Rückzieher mache. In der Ukraine-Krise äusserte sich der US-Regierungsvertreter zufrieden mit den amerikanischen Sanktionen gegen Mitglieder der russischen Führung. Die Massnahmen zeigten bereits Auswirkungen auf Russlands Wirtschaft.

(sda/dbe)