Die Bankengruppe Valartis geht für das erste Halbjahr 2014 von einem deutlichen Verlust aus. Wie sie am Donnerstag mitteilte, ist das auf deutlich gesunkene Zinserträge wegen des Teilverkaufs des Obligationenportfolios sowie das tiefe Zinsumfeld zurückzuführen.

Das Obligationenportfolio hatte die Bankengruppe Ende 2013 teilweise abgestossen, um das Risikoprofil zu reduzieren. Der Mitte Mai bekanntgegebene Verkauf der Valartis Bank Schweiz und des Valartis Wealth Management an die Bank Cramer sollte in der zweiten Hälfte 2014 abgeschlossen werden.

Valartis: Kommissionsergebnis auf Vorjahresniveau

Dabei dürften weitere Entscheide anfallen, die einen Einfluss auf das Halbjahresergebnis haben, teilte Valartis weiter mit. Das Kommissionsergebnis indessen hielt sich auf Vorjahresniveau. Den detaillierten Halbjahresbericht legt die Gruppe am 26. August vor.

Die Käuferin der Valartis Bank Schweiz und der Valartis Vermögensverwaltung, die Genfer Privatbank Cramer & Cie, ist eine Tochter der Norinvest Holding. Die Valartis Gruppe wird sich strategisch auf ihre Geschäftsbereiche Private Clients und Wealth Management der Privatbanken in Liechtenstein und Österreich konzentrieren.

Zusammenschluss geplant

Die Gruppe wird sich mit 25 Prozent an der Norinvest Holding beteiligen und sowohl bei Norinvest als auch bei der Banque Cramer je einen Verwaltungsratssitz halten. Nach dem Kauf der Valartis Bank Schweiz sowie der Valartis Wealth Management werden die beiden Banken zusammengeschlossen. Die Finanzmarktaufsicht Finma muss dem allerdings noch zustimmen.

(sda/moh)