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Finanzgruppe
Valartis grenzt Verluste deutlich ein

Valartis
Valartis: Immer noch rot aber deutlich verbessert.Quelle: Keystone

Im vergangenen Jahr schrieb Valartis im Zuge des Umbaus nur noch einen kleinen Verlust. Der Ertrag ging indes weiter zurück.

Veröffentlicht am 10.04.2018

Die Finanzgruppe Valartis hat im Zuge ihres Umbaus 2017 den Verlust verkleinert. Unter dem Strich blieb ein Jahresverlust für weitergeführte und nicht weitergeführte Geschäftsbereiche von 1,8 Millionen Franken, nach einem Minus von 38,1 Millionen Franken im Vorjahr.

Valartis hatte bereits im Februar 2018 einen Jahresverlust zwischen 1 und 2,5 Millionen in Aussicht gestellt. Der Verlust sei auch eine Folge einer Umbuchung der bisher nur im Eigenkapital erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen, schreibt Valartis in einer Mitteilung vom Dienstag.

Verkäufe fliessen in Rechnung ein

Mit dem 2017 erfolgten Verkauf der Anteile am algerischen Einkaufs-, Freizeit- und Geschäftszentrum Société des Centres Commerciaux d'Algérie wurden Währungsverluste von 3,5 Millionen Franken auf diesem Geschäft in die Erfolgsrechnung transferiert.

Ein positiver Sondereffekt im Jahresergebnis liege in den Wertaufholungen auf verschiedenen langfristigen Investitionsaktiven, hält Valartis weiter fest. Des weiteren hätten sich Kosteneinsparungen im Geschäftsaufwand von rund 39 Prozent positiv niedergeschlagen. Der Betriebsverlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) verringerte sich um zwei Drittel auf 3,6 Millionen Franken.

Finanzielle Probleme

Der Geschäftsertrag schrumpfte um 31 Prozent auf 10,2 Millionen Franken. Der Erfolg aus Management-Dienstleistungen sei aufgrund der Beendigung eines Projekts gesunken, der Nettoerfolg aus Investitionsliegenschaften aufgrund der Rubel- und Dollar-Bewertungen einer Liegenschaft in Russland tiefer ausgefallen.

Die Finanzgruppe steckte in den letzten Jahren in grossen finanziellen Schwierigkeiten. Sie musste saniert werden und Tochterbanken in Österreich und Liechtenstein verkaufen. Im November erklärte das Kantonsgericht Zug die Gruppe als saniert und hob die definitive Nachlassstundung auf.

Heute umfassen die Geschäftsaktivitäten noch Finanzdienstleistungen, Immobilienprojektmanagement und Beteiligungen. Die Gruppe hat Standorte in der Schweiz, in Luxemburg und in Russland. Per Ende 2017 arbeiteten insgesamt 54 Mitarbeitende für Valartis in der Schweizer Front- und Serviceorganisation und im russischen Immobilienmanagement in Moskau und St. Petersburg.

(sda/gku)

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