Die Bankengruppe Valartis hat 2011 einen Verlust von 17,2 Millionen Franken geschrieben. Das negative Ergebnis ist auf nicht operative Faktoren zurückzuführen, sondern hauptsächlich auf einen Abschreiber auf eine Beteiligung in der Höhe von 23,5 Millionen Franken, wie das Unternehmen schrieb.

Belastet hätten das Ergebnis aber auch Zinsabsicherungsgeschäfte und der Anstieg der Zinsdifferenz in den europäischen Obligationenmärkten. Die Valartis Gruppe, die sich derzeit auf das Vermögensverwaltungsgeschäft für Reiche und institutionelle Anleger konzentriert, hat im Zinsengeschäft 41,2 Millionen Franken verdient - 16,9 Prozent weniger als 2010.

Gelder fliessen in rauen Mengen

Gestiegen ist dagegen der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, und zwar um 11,3 Prozent auf 52,2 Millionen Franken. Aus dem Handelsgeschäft resultierte ein Verlust von 20,4 Millionen Franken. Trotz einer intensivierten Marktbearbeitung und namhaften Investitionen in die Infrastruktur hat Valartis nach eigenen Angaben ihren Geschäftsaufwand um 6,7 Prozent senken können.

Die Bearbeitung des Marktes zeigte auch Wirkung: Der Nettozufluss an neuen Kundengeldern vervierfachte sich im Vergleich zu 2010 beinahe und belief sich auf 862 Millionen Franken. Die von Valartis verwalteten Kundenvermögen stiegen deshalb trotz negativer Wechselkurs- und Markteinflüssen.

Die Valartis-Aktionäre sollen angesichts des erlittenen Verlusts und der steigenden Kapitalanforderungen auf eine Dividende verzichten. Im Vorjahr hatten sie noch eine Dividende von 0,50 Franken pro Inhaberaktie erhalten.

(vst/muv/sda/awp)

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