Die Bankengruppe Valartis hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der Gewinn schrumpfte um 44 Prozent auf 5,7 Millionen Franken. Das Ergebnis belastet haben vor allem einmalige Sonderfaktoren durch den geplanten Verkauf des Schweizer Bankgeschäfts.

Die Bankengruppe hatte letzten August angekündigt, dass sie für die Valartis Bank Schweiz einen Käufer oder Fusionspartner suche. Das Schweizer Bankgeschäft hinausgerechnet hätte der Gewinn 18,5 Millionen Franken betragen, wie das Unternehmen mitteilte. Valartis geht davon aus, dass die Ausgliederung ihrer Schweizer Bank im laufenden Jahr vollzogen werden kann.

Gesunkene Neugelder

Einen Rückgang verzeichnete Valartis bei den neu zugeflossenen Kundengeldern. Netto konnte sie neue Vermögen von 242 Millionen Franken anlocken. Im Vorjahr waren es noch 929 Millionen Franken gewesen. Das Kundenvermögen stieg insgesamt leicht von 7,8 Milliarden auf 7,95 Milliarden Franken.

Anzeige

Im vergangenen Jahr nahm der Geschäftsertrag um 12,6 Prozent auf 79,6 Millionen Franken zu. Verantwortlich war vor allem der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Bei der für sie wichtigsten Ertragsquelle verzeichnete Valartis ein Plus von 13,5 Prozent auf 47,1 Millionen Franken.

Rückläufig war dagegen der Erfolg aus dem Handelsgeschäft. Der Ertrag schrumpfte deutlich von 4 Mio. auf 2,3 Mio. Franken. Weniger ertragsreich war auch das Geschäft mit Zinsen und Dividenden, bei dem ein Minus von 4,4 Prozent auf 17,5 Mio. Fr. resultierte.

(sda/dbe/sim)