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Valartis verkauft Vaduzer Tochter nach Asien

Valartis Bank: Der liechtensteinische Ableger wandert nach Hongkong. Keystone

Der liechtensteinische Valartis-Ableger wandert nach Hongkong ab. Das spült der Gruppe bitter benötigtes Geld in die klammen Kassen.

Veröffentlicht am 29.03.2016

Die Valartis Group verkauft ihre liechtensteinische Tochter an ein Konsortium aus Hongkong. Der Verkaufspreis beträgt 77,7 Millionen Franken.

Mit dem Schritt schliesst die Gruppe nach eigenen Angaben die für die Sanierung notwendigen Verkäufe ab. Mit dem Erlös sollen unter anderem ausstehende Verbindlichkeiten bedient und der Liquiditätsbedarf der Gruppe gedeckt werden, wie aus einer Mitteilung der Valartis Group am Dienstag hervorgeht.

Grünes Licht der Behörden steht aus

Käuferin der Valartis Bank (Liechtenstein) ist die Citychamp Watch & Jewellery Group. Die Hongkonger Gruppe hält neu 70 Prozent des Kapitals und 89 Prozent der Stimmen der liechtensteinischen Valartis-Tochter. Die Asiaten beabsichtigen, mit dem bestehenden Management und allen Mitarbeitenden die liechtensteinische Bank weiterzuführen, wie es im Communiqué heisst.

Die liechtensteinische Finanzmarktaufsicht (FMA) muss die Transaktion noch genehmigen.

Gesuch um Verlängerung der Nachlassstundung

Die Valartis Group befindet sich seit November in der definitiven Nachlassstundung, nachdem sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten war. Die heute aktuelle Nachlassstundung endet per 23. Mai. Der Abschluss der jüngsten Transaktion ist aber erst per Ende Juni vorgesehen. Die Valartis Group will deshalb beim Kantonsgericht Zug ein Gesuch um Verlängerung der Nachlassstundung um weitere sechs Monate bis 23. November einreichen, wie die Bank mitteilt.

Bereits vergangenen November hatte die Valartis Group als Teil des Sanierungsplans ihre österreichische Tochter Valartis Bank (Austria) für 13 Millionen Franken an die Wiener Privatbank SE verkauft.

(sda/ise/ama)

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