Der weltgrösste Erzförderer Vale kürzt seinen Aktionären die Jahresdividende um ein Drittel. Das brasilianische Unternehmen, dass auf sinkende Gewinne bisher schon mit niedrigeren Investitionen und Verkäufen von Vermögenswerten reagiert hatte, will 2013 nur noch 4 Milliarden US-Dollar an seine Anteilseigner ausschütten.

Im Vorjahr waren es noch 6 Milliarden gewesen, 2011 war der Rekordwert von 12 Milliarden Dollar durch Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner übertragen worden. Die Entscheidung müsse noch vom Verwaltungsrat genehmigt werden, teilte Vale mit. An der Börse in Sao Paulo verloren die Anteilscheine zuletzt 2,5 Prozent.

Der britische Bergbaukonzern Anglo American muss derweil 4 Milliarden US-Dollar auf sein brasilianisches Minenprojekt Minas-Rio abschreiben. Die Ausgaben für das Eisenerz-Projekt würden auf 8,8 Milliarden Dollar steigen, teilte das Unternehmen mit.

Entlassungen aufgeschoben

Trotz der Schwierigkeiten mit dem Vorhaben, halte Anglo American an dem aktuellen Ziel fest, Ende 2014 das erste Erz aus Brasilien verschiffen zu können. Ursprünglich war von Ende 2013 die Rede gewesen. Man sei von der mittel- und langfristigen Attraktivität des Projekts aber überzeugt, sagte Cynthia Carroll, die nach ihrem Rücktritt als Konzernchefin im Oktober die Geschäfte kommissarisch führt.

Unterdessen legte Anglo Americans Platin-Tochter die geplante Entlassung von 14'000 Minenarbeitern in Südafrika auf Eis. Man werde die Entscheidung um 60 Tage aufschieben, um mit Gewerkschaften und der Regierung zu sprechen, erklärte der weltgrösste Platinförderer Anglo American Platinum.

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Das Unternehmen hatte Mitte Januar angekündigt, wegen mangelnder Profitabilität vier Schächte zu schliessen und rund ein Viertel seiner Mitarbeiter vor die Tür zu setzen.

(tno/chb/awp)

Das sind die grössten Minenkonzerne der Welt: