Die Bankengruppe Valiant hat im vergangenen Jahr einen um 28 Prozent geringeren Konzerngewinn von 91,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Ausschlaggebend für den Rückgang waren Bereinigungen, Abschreibungen und Rückstellungen vor allem im Zusammenhang mit dem grenzüberschreitenden Geschäft.

Dabei entwickelten sich 2013 alle Geschäftsbereiche negativ. Den grössten Taucher verzeichnete das traditionell wichtigste Zinsengeschäft. Der Erfolg in diesem Bereich sank um 7,8 Prozent auf 257,4 Millionen Franken, wie Valiant am Mittwoch mitteilte.

Kundengelder praktisch unverändert

Ähnlich hoch war der Rückgang im Handelsgeschäft, dessen Erfolg um 7,3 Prozent auf 13,5 Millionen Franken zurückging. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank um 2,4 Prozent auf 65,6 Millionen Franken.

Fast unverändert blieben dagegen die verwalteten Kundengelder. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 0,3 Prozent auf 17,4 Milliarden Franken. Die Kundenausleihungen verzeichneten mit 1,2 Prozent auf 21,8 ebenfalls einen leichten Zuwachs.

Konzernleitung bleibt zuversichtlich

Mit der Bereinigung sei der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft gelegt, schreibt Valiant. «Dennoch ist der Konzerngewinn für eine Bank unserer Grössenordnung deutlich zu tief», wird Konzernchef Markus Gygax in der Mitteilung zitiert. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung wollen bis 2017 den Gewinn auf 150 Millionen Franken steigern.
 

(sda/gku)

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