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Steuerstreit
Valiant Bank überweist Millionen in die USA

Valiant: Das Ergebnis der Bank soll nicht beeinflusst werden. Keystone

Mit der Valiant Bank hat bereits das 34. Geldinstitut den Steuerstreit mit den USA beerdigt. Ganz günstig kam die an der SIX kotierte Gesellschaft aber nicht weg.

Veröffentlicht am 10.09.2015

Mit der Valiant Bank AG hat eine weitere Schweizer Bank den Steuerstreit mit den USA beigelegt. Das Institut bezahlt für die Einigung unter dem Programm, welches das US-Justizdepartement (DoJ) und die Schweizer Regierung 2013 vereinbarten, eine Busse von 3,3 Millionen US-Dollar, wie das DoJ am Donnerstagabend mitteilte. Im Gegenzug wird die Bank im Zusammenhang mit unversteuerten Geldern von US-Bürgern nicht weiter von der US-Justiz verfolgt.

Die Valiant Bank hatte gemäss den Angaben in der relevanten Zeit ab August 2008 330 Konten mit US-Bezug in ihren Büchern, auf denen ein aggregiertes Vermögen von bis zu 147,4 Millionen US-Dollar lag.

Kein Einfluss auf das Ergebnis

Die Bank selber bestätigte am Donnerstag die Busse in einer Mitteilung. Das Ergebnis 2015 werde dadurch aber nicht beeinflusst, hiess es zugleich. Man habe bereits im Jahr 2013 ausreichende Rückstellungen gebildet.

Mit der Valiant Bank haben inzwischen 34 Schweizer Banken der sogenannten Kategorie 2 eine Einigung mit dem US-Justizministerium erzielt. Diese Kategorie ist für Banken bestimmt, die mutmassliche US-Steuersünder in ihrem Kundenkreis hatten. Die USA wollen den Steuerstreit mit den Schweizer Banken gemäss früheren Angaben bis Ende Jahr beilegen.

(awp/ise)

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